Eine Reiseagentur wirbt online mit "persönlicher Beratung". Neben dem sehr persönlichen Telefonkontakt während der Öffnungszeiten gab es nur noch den Chatbot Amelia für die Beratung. Das sind Gegensätze wie Himmel und Hölle. Ein nettes, persönliches Gespräch ist toll. Aber jeder Verantwortliche, der einen Chatbot auf einer Website anbietet, musste sich vermutlich noch nie im Leben von so einem System helfen lassen. Zumindest ich habe noch nie von irgendeinem Chatbot eine befriedigende Antwort bekommen. Selbst eine E-Mail ist persönlicher. Dauert zwar länger, aber die Antwort hilft einem zumindest weiter.
Eddie war nie wirklich fett, aber eben schon kräftig. Oder, um es mal unseren Tierarzt zu zitieren, er war ein
Kraftprotz. Wenn er bei uns im Arbeitszimmer vom Schreibtisch aus die rund 1,50m hoch auf den alten HiFi-Verstärker sprang, der auf dem Regal steht, hatte ich jedenfalls immer Sorge, dass er so ziemlich alles von den Wänden reißt. "Elegant" war anders.
Aber da lag er dann und guckte …
Ich bin etwas erstaunt: Haben es die fertigen Werbezündhölzer mit dem
Aufdruck für Picas Tierfutter nie hier mit einem Foto ins Blog geschafft oder bin ich nur zu doof, um den entsprechenden Beitrag zu finden?
Wie auch immer, davon habe ich auch noch einige Kartons (= hunderte Zehnerpacks = tausende Streichholzschachteln) in der Halle entdeckt. Sie sind nicht ganz so alt, wie die Streichhölzer, die wir gerade bei uns hier im Supermarkt verschenken, aber so richtig geil dürften die auch nicht mehr sein. Ohnehin möchte/werde ich die hier nicht auch noch zum Mitnehmen anbieten, denn mit den alten SPAR-Zündhölzern gibt es ja zumindest noch einen Bezug zu uns hier, zu unserer Vergangenheit, aber mit "Picas" kann nun wirklich
niemand etwas anfangen.
Irgendwelche Ideen, was ich damit anfangen könnte ohne sie einfach in den Müll zu kippen? Immerhin ist das legendäre Bild darauf, das Uli Stein damals eigens für mich gezeichnet hatte. (Seufz, der ist nun auch schon fast seit sechs Jahren nicht mehr unter uns …

)
Irgendwelche Ideen, was ich
sinnvoll damit anstellen kann?
"VP Süßwaren", schrieb mir eine Kollegin per WhatsApp.
Ich schaltete schnell die Livebilder der Videoanlage in den Vordergrund auf meinem PC und erkannte ziemlich schnell, wen sie meinte. Ein Mann schlich hektisch vor dem Süßwarenregal hin und her, seine gesamte Erscheinung war ausgesprochen wenig vertrauenerweckend. Sein Gesicht unter Schirmmütze und Hoodie verborgen, machte er körperlich schon keine gute Figur und seine Hose sah irgendwie schmuddelig aus.
Er nahm schließlich eine 6er-Packung "Kinder bueno" aus dem Regal und verschwand damit in eine Ecke, die ich nicht einsehen konnte. "Na, steckt er sie ein?", überlegte ich – aber nach etwa 30 Sekunden kam der Typ wieder zum Vorschein und hatte zu meiner Erleichterung die Packung doch noch in der Hand. Dann stellte er die weiße Schachtel sogar wieder ins Süßwarenregal zurück. Anschließend ging er zur Kasse, aber nur, um hinter den wartenden Kunden den Laden zu verlassen.
Wir waren uns sicher, dass der Mann klauen wollte und alleine dadurch, dass er so komisch war und wir ihm zu zweit hinterhergucken mussten, wollten wir ihm schon Hausverbot geben. Er sprach radebrechend Deutsch, aber dass wir ihn gesehen hatten und dass er unseren Laden nicht wieder betreten soll, schien er verstanden zu haben.
Thema erledigt.
Am späten Abend zu Hause hatte ich einen blöden Gedanken: Was ist denn, wenn der Typ zwar die bueno-Umverpackung zwar wieder ins Regal gestellt, sich den Inhalt aber dennoch eingesteckt hat? Wäre ja nicht zum ersten Mal, dass so etwas passiert. Ich nahm mir vor, am nächsten Morgen als erste Amtshandlung in der Firma danach zu sehen.
Nun … Das Hausverbot war berechtigt und dass er Dieb nur mit einem Hausverbot und nicht mit einer Anzeige wegen des vollzogenen Ladendiebstahls davongekommen war, war sein Glück.
Auf einer Packung
La Boulangère Milchbrötchen, 8 x 35 g hat Stefan diesen Strichcode mit Kornblumen und Getreide entdeckt.
Vielen Dank für die Zusendung des Bildes.
Mit angenehmen 25 Grad Außentemperatur und wenigen Wolken am Himmel hatten wir hier aus meteorologischer Sicht einen perfekten Sommeranfang. Dass man sich bei dem Wetter um die Notwendigkeit kümmern muss, sich um die Bestellung der Weihnachtssüßwaren Gedanken machen zu müssen, ist natürlich etwas schräg – aber nach nun inzwischen 26 Jahren auch vollkommen normal.
Es gab traditionell Tee und die legendäre Zitronenrolle von Coppenrath & Wiese aus der Tiefkühltruhe und so arbeiteten meine Mutter und ich den rund 250 Seiten umfassenden Katalog durch. Diesmal haben wir nur rund drei Stunden dafür gebraucht, wir werden schneller. Aber so langsam sollte sich ja auch mal eine gewisse Routine einstellen – und die Arbeit war notwendig, denn Weihnachten ist nur noch 187 Tage entfernt, das gilt im LEH ja schon als kurzfristig und erfordert dringenden Handlungsbedarf.
Heute lief zum ersten Mal ein Ventilator neben uns, da die Luft so drückend war. Falls ihr also zur Abkühlung im Freibad wart (so wie Ines mit unserer Tochter), denkt immer daran, dass parallel dazu irgendwo jemand sitzt und schwitzt und sich überlegt, was andere wohl gerne zu Weihnachten und in der Zeit davor naschen möchten.
Es waren natürlich viele Klassiker dabei, aber auch einige interessante, neue Produkte. Die
Weihnachtscracker gibt es augenscheinlich nicht mehr, oder wir haben sie gemeinsam übersehen, das war also offenbar auf nationaler Ebene eher ein Flop. Zu den anderen Artikeln werde ich etwas schreiben, wenn es soweit ist, denn ich kann an dieser Stelle ja noch nicht alles verraten …
An eine Brücke hier in Bremen hat jemand mehrfach die Buchstabenfolge "ICQ" gesprüht. Schlagartig war das markante "
Uh-Oh!" wieder in meinem Kopf präsent.
Selbst meine ICQ-Nummer kenne ich noch: 121351851. Aber anzufangen ist damit nichts mehr, nachdem sie Server vor ein paar Jahren endgültig abgeschaltet wurden.
Ein junger Mann kam vor einer ganzen Weile in den Laden und stellte mir sein Produkt vor: Ingwer-Shots in kleinen Flaschen fürs Kühlregal. Inzwischen haben wir den Artikel schon lange nicht mehr im Sortiment, ich habe ihn nie wieder gesehen und weiß auch schon gar nicht mehr, wie die Firma und das Produkt hießen – aber die folgende Anekdote ist unvergessen.
Im Laufe des Gesprächs teilte mir der Vertreter mit, dass die Mindestbestellmenge für die Shots bei vier Kartons liegen würde. Wie groß die Kartons oder wie teuer die einzelnen Flaschen oder wie knapp die MHDs bemessen waren, weiß ich nicht mehr. Ich (Ingwer-Fan) wollte ihm eine Chance geben, sagte aber, dass ich nur zwei Kartons nehmen würde. Er zögerte und stammelte etwas davon, dass die Mindestmenge wegen der Versandkosten eingerichtet sei. Gut, das verstand ich natürlich. Schade.
Der Außendienstler wollte mir die Sache aber doch noch einmal schmackhaft machen und versuchte es mit dem Argument, dass ich seine Produkte aber ohne Wartezeit auf die Lieferung anbieten könne: "Ich hab die Ware im Auto, könnte ich sofort reinbringen."
Häh?! Was?! Wie?!
"Wo ist dann der Aufwand, wenn ich nur zwei Kartons nehme? Oder ist eure kleine Manufaktur ein Weltkonzern, der durch den fortschreitenden SAP-Einsatz über keinerlei Flexibilität mehr verfügt?"
Zähneknirschend ging es dann erstaunlicherweise doch – ich habe aber auch nie wieder etwas von dieser Firma gesehen oder gehört …
Ein Kollege berichtete, dass am Abend zuvor jemand angerufen hatte, der ihm mitteilen wollte, dass er am nächsten Tag leider nicht arbeiten können.
Der darauf folgende Dialog verlief wohl etwa folgendermaßen:
"Interessant, mit wem spreche ich denn?"
"Harste"
"Nein. Das ist der Name des Marktes hier."
"Nein, ich heiße Harste …"
"… Björn ist mein Vater!"
Falls der Kollege nicht während der Arbeitszeit zu betrunken gewesen ist, wovon nicht ausgegangen werden muss, hat sich da wohl irgendjemand einen Scherz erlaubt. Ob das nur ein simpler Telefonstreich oder der Versuch war, "ins Blog" zu kommen, wissen wir nicht. Letzterer hätte nun auf jeden Fall Erfolg gehabt.
Da man bei uns ja nie ganz anonym, sondern immer mit übermittelter Rufnummer anrufen muss, bin ich da hinsichtlich irgendwelcher Wiederholungen recht entspannt.
Seit etlichen Jahren habe ich leere Toner- und Tintenpatronen gesammelt. Irgendwo hatte ich mal aufgeschnappt, dass es Firmen gibt, die solche Dinge ankaufen und daher jedes einzelne Teil akribisch archiviert. Ob man dafür noch Geld bekommen hätte oder nicht – auf dem Weg zur Containerstation hab ich mir die beiden Kisten ins Auto geladen und dort bei der Schadstoffsammelstelle abgegeben. Gab kein Geld, aber ich bin eine große Altlast los, was mir momentan bedeutend wichtiger ist.
Die
Snack-Boxen von Gutfried sind sicher nicht, ganz sicher nicht, ein wichtiger Artikel und für den gewöhnlichen unserer Kunden für die Entscheidung, unseren Laden zu betreten oder zum Penny an der Ecke zu laufen, nicht von Bedeutung.
Das Produkt ist kein gesundes, wertvolles Lebensmittel und für das, was man da bekommt, eigentlich auch viel zu teuer.
Und trotzdem haben wir ihn bestellt und neu ins Sortiment aufgenommen, weil es eben viele Erinnerungen an die Lunchables auslöste und einige sich auf die Snackboxen gestürzt haben.
Eine Kollegin hat den Artikel nach wenigen Wochen bereits wieder eigenmächtig aus dem Sortiment verbannt, was mir wiederum erst eine Weile zufällig aufgefallen war, nachdem ich das Produkt verzweifelt im Regal gesucht hatte.
Ich bin in der glücklichen Situation, eigenmächtig über mein Geld verfügen zu können und einfach jeden Artikel in beliebiger Menge bestellen zu dürfen – und so fanden die Snackboxen den Weg wieder zurück zu uns ins Regal.
… dann sieht das unter Umständen durchaus unappetitlich aus.
Das Wort "verschimmelt" habe ich bewusst in Anführungsstriche gesetzt. Der Vorgang beschreibt, dass etwas mit Schimmel überwuchert, ist aber eigentlich immer (?) negativ konnotiert. Dabei muss auch Edelschimmel, wie man ihn vor allem vom Käse aber eben auch von Salami kennt, auch erst wuchern. Das sieht dann zwischendurch durchaus so aus, wie auf diesem Bild – was gemein ist, denn obwohl diese Ware keinen Qualitätsmangel hat (außer zu wenig aromabringenden Schimmel), würde sie niemand oder fast niemand kaufen. Im Gegenteil sogar, eher würde sie angewidert entsorgt werden.
Ich möchte kurz aus der Antwort vom Hersteller zitieren:
Der Edelschimmel ist leider sehr sensibel gegenüber äußeren Einflüssen wie z.B. Temperaturschwankungen oder auch Veränderungen der Atmosphäre (evtl. Luftzieher). Auch wenn dieses Phänomen selten auftritt, kann es dazu führen, dass sich der weiße Belag im Laufe der Zeit verändert. Der Schimmel ist lebendig und kann daher entweder extrem weiter wachsen wie in der Mitte, mit der Zeit langsam absterben oder seine Form wie im linken Beispiel verändern. Das sieht unappetitlich aus, stellt aber theoretisch kein Problem dar. Selbstverständlich lässt sich die Salami in der Form nicht mehr verkaufen.
Das Problem ist uns bekannt, jedoch ist es extrem schwer zu beseitigen. Wir können solche Veränderungen in einzelnen Fällen beobachten, selbst wenn alle Salamis den gleichen Bedingungen ausgesetzt waren und vollkommen gleich behandelt wurden.
Also, wenn euch das mal passieren sollte, verfallt nicht gleich in Panik. Sieht komisch aus, ist aber noch essbar:
Ich musste in der Kantstraße hinter einem DPD-Fahrzeug anhalten und während der Paketfahrer seine Sendungen verteilte, guckte ich zunächst auf mein Handy und dann gelangweilt in der Gegend herum.
Plötzlich erregte der eingeklappte Außenspiegel des Autos rechts neben mir meine Aufmerksamkeit:
Aus dem Augenwinkel dachte ich erst, ich hätte einen Menschen gesehen. Aber da war niemand. Doch je länger ich hinsah, desto mehr konnte ich erkennen. Ein untersetzter, dunkelhäutiger Mann mit schwarzer Latzhose und weißem Hemd, der sich irgendwo anlehnt und seine Arme nach vorne hält.
Hey, ChatGPT, lass ihn doch mal in meine Richtung gucken.
Die Ähnlichkeit fand ich faszinierend.
Vor ein paar Tagen hielt mir eine Kollegin einen Bio-Camembert unserer Eigenmarke vor die Nase und forderte mich zu einem kleinen Suchspiel auf. Man achtet nicht gleich drauf, auch ich hatte mehr nach optisch deutlich auffälligeren Merkmalen gesucht, aber schließlich erschloss es sich mir …
Da hatte wohl der Praktikant bei den Milchwerken Oberfranken die falsche Rolle Etikettenpapier in die Verpackungsmaschine eingelegt.
Erstaunlich, dass wir nur noch ein Exemplar davon vorrätig hatten. Aufgrund der "falschen" (Zumindest unserem Kassensystem unbekannten) Artikelnummer hätte zumindest irgendjemand mal zwischendurch feststellen müssen, dass der Käse an der Kasse nicht scanbar ist.
Zwischendurch hatte es auch die Edeka gemerkt und die Camemberts per Warenrücknahme aus den Läden nehmen lassen. Und nein, das war nicht die erste, zaghafte Andeutung darauf, dass hier nächste Woche ein REWE-Markt in der Gastfeldstraße zu finden sein wird.
Die unterschiedlichen Artikel stehen bei uns im Laden unterschiedlich breit in den Regalen. Vieles ist einreihig, manches doppelt, manche Produkte machen sich richtig breit, da wir einfach viel davon brauchen.
Vom Kaffeeweißer unserer Eigenmarke brauchen wir nicht ganz so viel, da aber der Platz im Regal noch vorhanden und mit keinem anderen Artikel zu füllen war, stehen von dem Kaffeeweißer gleich vier Gläser nebeneinander. Vier.
Witzig daran ist, dass dieses Produkt in Kartons zu je zwölf Gläsern geliefert wird. Und jetzt wird’s spannend: In den Kartons stehen die Gläser 3 breit und 4 lang. Bietet sich auch an, denn Kartongrößen mit 2 x 6 Gläsern oder 12 Gläsern hintereinander in Reihe wäre ein wirklich unpraktisches Format für dieses Produkt.
Aus dieser Kartongröße ergibt sich ein praktischer Nebeneffekt: Wenn der Kaffeeweißer leer ist, komplett leer, quasi ausverkauft, und ich vier Kartons bestelle, könnte man nicht nur theoretisch, sondern auch sehr praktisch (was sogar sehr praktisch ist) zwei Kartons übereinander und zwei voreinander stellen – exakt so, dass die Regalbreite und Fachbodentiefe perfekt ausgenutzt ist. Ist das nur ein reiner Zufall? Ich glaube nicht.
Aber die beste Theorie nützt nichts, wenn ein Mitarbeiter und Freigeist die starren Grenzen eines Pappkartons oder gar eines Fachbodens in einem profanen Kondensmilchregal in Grund und Boden ignoriert und den Karton mit der schmalen Seite voran ins Regal stellt und die restlichen Gläser irgendwie lose drumherumwürfelt.